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Die Top-Spiele 2006

Jörg Langers Spiele-Rückblick

Und hier geht’s zu den Top-Spielen 2007!

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Hunderte von neuen Computer- und Videospielen sind in 2006 erschienen – der Jahresrückblick von Ex-GameStar Jörg Langer ist ein ganz persönlicher: Hier geht’s um die von ihm gespielten Games, nicht um Rangordnungen nach Wertung oder Verkaufszahl.

Das Bundesministerium für interaktive Unterhaltung warnt: Der „offizielle Spiele-Rückblick von 2007 von Jörg Langer“ ist…

1. subjektiv: Ich kommentiere nicht zwanghaft „Muss-Spiele“, sondern die, mit denen ich persönlich viel Zeit verbracht habe. Auch wenn also Pro Evo Soccer 6, Prey oder Half-Life 2 Episode 1 (”naja” zu letzterem…) große Spiele sind, bei mir waren sie alle nur kurz auf der Festplatte. Und mit WoW habe ich schon Ende 2005 aufgehört…

2. eigenwillig: wenn ich „olle Kamellen“ (mit aktuellem Patch) gespielt habe, sind das für mich 2006er Titel – schließlich haben sie bei mir den Kampf gegen brandaktuelle Spiele gewonnen.

3. unvollständig: Wer kann sich schon genau daran erinnern, was er die letzten zwölf Monate so getan hat?

4. plattformübergreifend – allerdings mit Übergewicht der PC-Seite.

Und damit kann es losgehen…

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Januar 2006:

Arvale 2 (PDA)

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Mein Favorit: Das Spiel, mit dem ich im Januar am meisten Zeit verbracht habe, war Arvale 2 auf Pocket PC, also einem PDA mit Windows Mobile als Betriebssystem. Das lag sicher daran, dass ich damals gerade das Heft PDA&SMARTPHONE entwickelt habe (die aktuelle Ausgabe 3/06 ist am Kiosk zu finden). Arvale 2 erinnert grob an die alten (!) Teile von Richard Garriotts Ultima-Serie: Man läuft über eine recht bunte Landschaft, und wenn man Ortschaften oder Dungeons betritt, wird eine neue Karte geladen. Das Kampfsystem ist so einfach wie nervenaufreibend, vor allem sind viele nette Puzzles und Text-Unterhaltungen eingebaut. Auch wenn der Spielablauf recht repetitiv gerät (Kämpfen, kämpfen, kämpfen), man kann viel Zeit in Arvale lassen.

Auch noch gespielt: Legacy (auf Pocket PC und Symbian UIQ), ein riesenhaftes Runden-Rollenspiel mit Vierer-Heldengruppe im Stil von Dungeon Master 2, nur viel, viel, viel, viiiiel größer. Ebenfalls Suchtpotenzial erster Güte!

Endlich fertig gespielt: Call of Duty 2 (PC). Auch wenn man die unsichtbaren Trigger Spots (bei deren Erreichung die „Handlung“ weiter geht, also etwa ein Gegenangriff ausgelöst wird) bald förmlich riechen kann: immer noch das beeindruckendste und beklemmendste Spiel mit Weltkriegshintergrund.

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Februar 2006:

Der Pate (PC)

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Mein Favorit: Im Februar habe ich nur einen Titel exzessiv gespielt: Der Pate. Die einschlägigen Spielehefte fanden es klar schlechter als Mafia oder GTA Vice City, teilweise wurde es richtig niedergeschrieben. Und ja, es hat auch wirklich Schwächen. Dazu gehört der insgesamt überschaubare Schwierigkeitsgrad, die hässlichen Autos und die seltsame Fahrphysik. Seltsam auch, dass es die beste Taktik innerhalb von Räumen ist, Gegner zu erwürgen: Dann schießen nämlich deren Kameraden nicht, sondern boxen nur. Aber dass man in so viele Gebäude reingehen kann, und zwar ohne Nachladen, macht das Geschehen deutlich realistischer als beim Mitbewerb! Aus dem Auto raus, das neben einer Fensterfront explodiert, dann rein ins Cafè und aus eben diesen Fenstern auf die anrückenden Feindgangster feuern – das hat einfach was. Insbesondere die Eroberung des „Hubs“ und die Zerstörung des Hauptquartiers (siehe Bild) der einzelnen Mafiafamilien ist eine ziemlich knifflige und bis zuletzt spannende Angelegenheit. Und dann ist da natürlich noch der „Der Pate“-Bonus. Ich habe mir nach dem Spiel endlich die Collector’s Edition mit allen drei Filmen auf DVD zugelegt und sie quasi am Stück angesehen (wir reden da von rund neun Stunden). Wer das Spiel also auf einem Grabbeltisch sieht: Ruhig zugreifen, auch wenn die Wertungen nicht so hochprozentig waren und die Story-Missionen schnell durchgespielt sind.

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März 2006:

Oblivion (PC)

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Mein Favorit: Der März stand bei mir voll im Zeichen von Oblivion. Eine so ungeheure Faszination (über die Welt, über die Grafik, über die Handlungsoptionen) habe ich seit langem nicht mehr bei einem Spiel verspürt (ich rede übrigens ausschließlich von der englischen Version). Für etwa 50 Stunden an sechs Tagen war ich völlig abgetaucht – um dann irgendwann gegen den Laternenpfahl „Spielmechanik“ zu laufen und mir den Kopf zu reiben. Denn nach 40 Stunden hatte ich, obwohl schon ganz gut im Spiel vorangekommen, nochmal einen neuen Charakter erschaffen (einen Dunkelelf-Kampfmagier), den ich von Anfang an auf meine Spielweise optimieren wollte. Doch damit tappte ich voll in die große Absurditätsfalle von Oblivion: Wer ständig benutzte Skills wie Schwertkampf zu seinen Hauptfertigkeiten macht (was doch eigentlich logisch ist für einen kampforientierten Helden), steigt viel zu schnell im Level auf, kann seine ebenfalls wichtigen Nebenatttribute kaum steigern (die dann wiederum kaum oder keine Bonuspunkte auf die Attribute wie Stärke geben). Im Resultat ist man viel schwächer, als wenn man etwa durch selten genutzte Hauptskills (etwa Alchemie) ganz langsam aufsteigt.

Und plötzlich fange ich an, meta-taktisch zu spielen: Bloß nicht das Schwert einsetzen, bloß nicht zu oft springen, bloß nicht meine Lieblingsrüstung tragen, sondern eine aus meiner Minor-Skill-Sammlung! Sowas ist absolutes Gift für das erwünschte Abtauchen in die Spielwelt. Dann nervte mich auch noch das Mitleveln vieler (aber keinesfalls aller) Gegner, sodass ich auch bei Rückkehr in die Anfangsgebiete nie so ganz das Gefühl hatte, ein mächtiger Held zu sein. Und trotzdem: Für diese ersten 50 Stunden liebe ich Oblivion noch heute, und auch danach habe ich noch einige Zeit mit dem Ausprobieren diverser Mods oder dem Herumstreunen in der Welt verbracht. Aber durchgespielt hab ich’s nicht!

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April 2006:

Empire at War (PC)

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Mein Favorit: Im April fesselte mich Star Wars – Empire at War insgesamt am meisten. Wohlgemerkt, den Solomodus habe ich auf beiden Seiten maximal eine Stunde gespielt, ich kann diese geskripteten 08/15-Echtzeitstrategie-Missionen nicht mehr sehen. Aber das Endlosspiel (Conquest-Modus) ist klasse! Ich liebe Globalstrategie, bei der man sich ums große Ganze kümmert, aber auch in einzelne Gefechte eingreift. Wie gut die Designer von Petroglyph den „Flow“ hinbekommen haben (Der Flow bringt einen bei Diablo 2 dazu, nach dem 2333. Monster mit großer Genugtuung auch das 2334. zu plätten), merkt man im Multiplayer-Modus, ich rede wiederum von Conquest: Das Interface geht locker und leicht von der Hand, in Sekundenschnelle klickt man sich Armeen zusammen und jagt sie auf den Gegner. Leider Gottes war Empire at War bis zum zweiten oder dritten Patch ziemlich absturzfreudig, wenn man es online gespielt hat. Und irgendwann haben mein Gegner und ich dann die Lust verloren, nach einer Stunde mitten in einer spannenden Schlacht den Disconnect zu bekommen.

Auch noch gespielt: Strategic Command 2 (Globalstrategie im Zweiten Weltkrieg mit schönen Was-wäre-passiert-wenn-Effekten). Schon der Vorgänger war ein echter Geheimtipp, mit dem ich Hunderte von Stunden verbracht habe. Beim Nachfolger waren es noch mehrere Dutzend Stunden, doch die KI kommt mit einem menschlichen Gegner einfach nicht zurecht. Und obwohl ich an drei Bekannte eine Verkaufsversion rausgeschickt habe, wollte keiner gegen mich spielen. Vermutlich fanden sie das grafisch öde Strategic Command 2 einfach langweilig, ich ziehe jedoch die Erklärung vor, dass sie Angst vor General Langer hatten.

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Mai 2006:

Age of Empires (DS)

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Mein Favorit: Schon Anfang April hatte ich mir über den (Ende Oktober per Klage von Sony abgeschossenen) Hongkong-Shop Lik-Sang einen Nintendo DS Lite bestellt, im Mai bin ich endlich so richtig zum Spielen gekommen. Und zwar von was? Age of Empires DS. Das hat mit der PC-Vorlage auf den ersten Blick nicht dermaßen viel gemein, sondern ist ein gelungenes (und teils bockschweres) Rundentaktik-Spiel. Auf den zweiten Blick sind aber doch viele der bekannten Spielelemente umgesetzt, ewa die Epochen, das Fördern von Ressourcen und der Ausbau von Städten. Age of Empires DS spielt sich nicht ganz so rund wie Advance Wars auf DS, ist aber dennoch eines der komplexesten und lohnendsten Handheld-Strategiespiele

Endlich fertiggespielt: Zelda - The Minish Cap (Gameboy Advance). Sieht auf dem DS Lite viel farbkräftiger aus als auf dem GBA, wenngleich es nicht den vollen Bildschirm ausnutzt. Minish Cap ist ein sagenhaftes Spiel, das die drei Zelda-Tugenden perfekt umsetzt: Erstens, „Fange ganz einfach an und werde stetig schwieriger“. Zweitens, „Halte den Spieler geschickt bei der Stange, mit immer neuen Story-Wendungen oder Gegenständen.“ Und drittens: „Mach die Welt nicht flächenmäßig groß, sondern komplex.“ Was ich damit meine: Bei den modernen Zeldas öffnet sich der Spieler durch das Erlernen von Fähigkeiten oder Ergattern von Gegenständen immer wieder völlig neue Wege und Bereiche in der ihm schon bekannten Welt – statt immer neue Levels oder Inseln oder Welten zu erkunden. In Minish Cap wird er zu einem Däumling, der durch Mauselöcher in Häuser kommt. Oder kann plötzlich Flüsse befahren. Oder sich umherteleportieren. Oder…

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Juni 2006:

Jagged Alliance 2 v1.13 (PC)

 

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Mein Favorit: Im Juni habe ich aufgrund eines aktuellen Patches nach Jahren wieder mal das Rundentaktik-/Strategie-Spiel Jagged Alliance 2 aus der Mottenkiste gekramt. Darin befreit man mit einer Auswahl aus rund 50 Söldnern eine in viele Sektoren aufgeteilte Insel und hat sowohl mit der Organisation (Söldner anwerben und bezahlen, Waffen verteilen, Milizen aufstellen) als auch mit den eigentlichen Taktikkämpfen (Sichtlinien und Deckung ausnutzen, Hinterhalte stellen, Scharfschützen einsetzen) alle Hände voll zu tun. Der letzte offizielle Patch vor zig Jahren war 1.12, darum nennt sich die hier beschriebene Fanmod schlicht 1.13. In Wahrheit handelt es sich bei JA2 v1.13 um ein groß angelegtes und vor allem immer noch ständig aktualisiertes Projekt, Jagged Alliance 2 immer besser zu machen.

Statt nun aber, wie manch andere Mod, die Sektorenkarten zu verändern, die Schwierigkeit ins Unermessliche zu steigern oder möglichst viele reale Waffen ins Spiel einzubauen, geht JA2 v1.13 behutsamer vor: Die Gegner wurden schlauer, es gibt neue Komfortmerkmale (etwa die Anzeige der aktuellen Deckungsqualität) und zusätzliche Feuermodi. Man kann die Stärke und Zahl der Gegnertruppen einstellen und mehr mit der Einheimischen-Miliz anfangen. Oder in einer höheren Auflösung als den ursprünglichen 640×480 Pixeln spielen. Oder überzählige Gegenstände einfach durch Klick im Sektor-Inventar verkaufen. Und ja, man findet auch tonnenweise neue Ausrüstung und Waffen (plus zusätzliche Söldner aus Unfinished Business). Aber all diese Änderungen machen das Spiel realistischer und spielbarer, nicht einfach nur schwieriger oder komplizierter. Wer also Jagged Alliance 2 vor etwa acht Jahren in den Schrank gestellt hat und seitdem vergeblich auf ein halbwegs gleichwertiges Spiel hofft, sollte die neueste deutsche Version der Mod JA2 v1.13 ausprobieren! Die beste Anlaufstelle ist diese hier (Achtung, hat sich seit Erstveröffentlichung dieses Jahresrückblicks geändert!). Oder ihr geht auf den (sehr guten) Wikipedia-Artikel.

Auch noch gespielt: Rise of Legends. Ich habe den Vorgänger Rise of Nations vor allem in Multiplayer-Schlachten gemocht, Rise of Legends aber nur solo gespielt. Was mir besonders gefällt: die ständige Hatz um Städte (spielmechanisch vergleichbar mit dem uralten Echteitspiel Z von den Bitmap Brothers). Und die abwechslungsreichen Einheiten. Und die unterschiedlichen Strategien.

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Juli 2006:

Heroes of M&M 5 (PC)

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Mein Favorit: Seit dem “wahren ersten Teil” King’s Bounty auf dem Sega Mega Drive (1990) hat New World Computing seine Heroes-Serie immer weiter verfeinert. Mal ist ein Serienteil zu schwer geworden, mal zu einsteigerfreundlich, aber insgesamt wurde die suchterzeugende Schätzesammel-Truppenausheb-Taktikkämpfe-Mischung nie kaputtverbessert. Heroes of Might&Magic 5 (erschien bereits im Mai) ist der erste mit „echter“ 3D-Grafik, auch wenn sie wieder so wuselig und bunt aussieht, wie sich das für ein Heroes of Might&Magic einfach gehört. Da fällt es auch nicht auf, dass gar nicht mehr New World Computing und Publisher 3DO hinter dem Spiel stecken, sondern Ubisoft und Nival (die sich schon früher an Heroes-Klonen versucht hat). Im Juli habe ich mich aber nach etwa 25 Stunden von Heroes 5 los gerissen, in einem bewussten, nur durch übermenschliche Disziplin erklärbaren Kraftakt: Meine Lebenszeit ist zu wertvoll, als sie in den spielmechanisch immer wieder gleich funktionierenden Kunterbunt-Levels zu verschwenden! Dabei ist dem Spiel nicht viel vorzuwerfen. Nur dass man diverse Karten mehrmals anfangen muss, bis man weiß, wann von wo der übermächtige Feindgeneral heranreitet, hat mich gestört.

Auch noch gespielt: Darkstar One, ebenfalls schon im Mai erschienen. Seit David Brabens ur-uraltem ersten Elite (das im Nachhinein betrachtet natürlich schrecklich primitiv war) sehne ich mich nach einem weiteren Endlos-Weltraumspiel, das mich derart fesselt. Privateer 1 und 2 waren nicht schlecht, Freelancer lässt sich dank aktiver Mod-Szene immer noch mit Genuss spielen. Zig andere SF-Epen habe ich angespielt und schnell wieder sein lassen. So ganz hat auch das deutsche Darkstar One meine Erwartungen nicht erfüllt, aber es bietet eine Menge netter Ideen wie den „Skilltree“ des eigenen Raumschiffs. Aber: Mir fehlen die Raumschiffmodelle der modernen Elite-Nachfahren, ich vermisse dieses Sparen auf einen neuen, teuren Supergleiter.

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August 2006:

Rome mit DarthMod 8.1 (PC)

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Mein Favorit: Rome habe ich im Winter 2004 ziemlich viel gespielt und dann wieder vergessen. Das Addon Barbarian Invasion fand ich dann im Herbst 2005 eher enttäuschend. Doch dank der unermüdlichen Arbeit eines Fans, „Darth Vader“, vor allem im famosen Total-War-Forum twcenter.net zu finden, habe ich ein knappes Jahr später nochmal richtig Lust bekommen und es mehrere Wochen wieder intensiv gespielt. Die DarthMod in ihrer finalen Fassung 8.1 verbessert Rome beträchtlich, indem sie durch allerlei Tricks das Verhalten und die Aufstellung der KI in den Schlachten (und ein wenig auch in der Kampagne) verbessert. Ich kann hier nicht die Hunderte von Änderungen aufzählen. Aber Rome mit Darthmod 8.1 ist ein deutlich besseres und auch grafisch schöneres Spiel, das selbst Total-War-Süchtige wie mich wieder halbwegs fordert. Und wie bei Jagged Alliance v1.13 gefällt mir, dass hier nicht mal kurz das Spiel auseinander genommen und ganz neu zusammengesetzt wird, sondern vielmehr das Grundkonzept erhalten bleibt.

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September 2006:

GTA San Andreas (PS2)

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Mein Favorit: Spätestens hier langweile ich wahrscheinlich jeden: der dritte Quasi-Oldie in vier Monaten? Aber so war’s nun mal, im September habe ich meinen alten Spielstand von Ende 2004 herausgekramt und GTA San Andreas auf PS2 weitergespielt. Und richtig Spaß gehabt! Das Teil erzeugt mit seiner Ghetto- und Rock-Musik einfach einen derartigen Sog in die Spielwelt hinein, dass ich mich manches Mal beim viertelstundenlangen, zweckfreien Cruisen ertappt habe. Um dann wieder drei Stunden Viertel um Viertel mit meinen Gangsta-Brothers zu erobern (vor allem aber mit dem Sturmgewehr). Aber da über GTA San Andreas nun wirklich nichts mehr gesagt werden muss…

Auch noch gespielt: Company of Heroes. Aus irgendeinem Grund hat mir Dawn of War nicht so zugesagt, obwohl ich ein großer Warhammer 40K-Fan bin. Auf der Computerseite, Figuren habe ich nie bemalt (aber die Warhammer-40K-Epic-Serie gespielt). Bei Company of Heroes, für das ich Ende September leider viel zuwenig Zeit hatte, kommt das Z-entlehnte Spielprinzip noch mehr zu tragen als bei Rise of Legends (siehe oben). Der ständige Kampf um Nachschub- und strategische Punkte macht es nebenbei zu einem tollen Multiplayer-Titel. Aber auch die Solo-Kampagne hat mich begeistert: Durch den grafischen und spielerischen Realismus, die gute KI, die echt wirkenden Schlachtfelder, die abwechslungsreichen Missionsziele, die Auszeichnungen mitten in einer Mission und vielem mehr bleibt man gerne bei der Stange. Mir gefallen vor allem das Erobern von Kanonen oder auch tragbaren Waffen — eine weitere Parallele zu Z: Dort konnte man gegnerische Roboter per Scharfschütze aus einem Panzer schießen, um den dann selbst zu übernehmen. Übrigens, Z erschien fast auf den Tag genau zehn Jahre vor Company of Heroes, im September 1996.

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Oktober 2006:

Canis Canem Edit (PS2)

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Mein Favorit: Wer mit “Der Hund frisst den Hund” als Titel eines Spiels nichts anfangen kann: Bis zur Umbenennung aufgrund massiver „öffentlicher“ Proteste hieß es Bully. Das neueste Werk von Rockstar Games spielt in einem Internat für schwierige Fälle – und wurde von hysterischen Politikern in USA sowie England schon Monate vor dem Release verdammt. Von Blutbädern in Erziehungsanstalten wurde berichtet, ohne dass die Protestierer das Spiel jemals gesehen gehabt hätten. Und was ist bei Canis Canem Edit tatsächlich herausgekommen? Ein gutherziger, in Sachen Gewalt quasi kindertauglicher (meine Meinung!), keinesfalls unspannender Spross der GTA-Familie. Statt Straßenschlitten fahre ich Skateboard oder Fahrräder, statt mit Uzis zu schießen werfe ich Schneebälle oder ziele mit der Schleuder. Statt riesiger Städte erkunde ich ein überschaubares Areal aus Schule und drei Teilorten. Und anstelle anonymer Ghettobewohner treffe ich Mitschüler, von denen jeder und jede einen Namen hat und ein eigenes Aussehen.

Ja, es gibt Gewalt, aber diese ist nie blutig und fast immer aus der Story heraus legitimiert. Wer arglose Mitschüler, Passanten oder gar Mädchen attackiert, wird dafür fast immer bestraft, und sei es nur mit einer Wartepause, wenn einen mal wieder die Prefects (Hilfssheriffe aus den Reihen der Oberstufenschüler) festhalten. Canis Canem Edit ist in mehrere Akte (= Jahreszeiten) unterteilt und besteht aus vielen, überwiegend einfachen Missionen. Doch einige davon stellen echte Highlights dar, etwa wenn ich aus dem Mädchen-Wohnheim Slips für den Hausmeister klauen soll oder der fetten Schulköchin ein Date organisieren. Was ich vor allem mag: Das relativ starre Korsett aus Aufwachen, Vormittagskurs (jeweils eine von etwa sieben Minispiel-Einlagen), Mittagspause, Nachmittagskurs und dann Missions-Rambazamba bis zirka 2 Uhr (länger hält Teenager Bully alias Jimmy Hopkins nicht durch). Und trotzdem habe ich jederzeit die Freiheit, die Schule zu schwänzen, in die Stadt zu fahren, Abenteuer zu erleben. Ein richtig schönes Spiel mit einigen ganz liebenswerten Ideen – so verdoppelt das Küssen von Mitschülerinnen (wenn die wollen!) die maximalen Hitpoints für den jeweiligen Tag. Auf Faz.net gibt es übrigens einen sehr guten Artikel zu Canis Canem Edit: Sprache ist die bessere Gewalt.

Auch noch (kurz) gespielt: Gothic 3. Habe beide Vorgänger mit größter Leidensbereitschaft durchlebt, aber sorry: Ich bin jetzt Mitte 30, habe zwei Kinder und muss als derart gewaltige Stütze der deutschen Solidargemeinschaft nicht auch noch das Betatesting für hiesige Softwarefirmen übernehmen. Ich werde Gothic 3 mit Sicherheit ganz lange spielen – aber frühestens nach dem vierten Patch.

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November 2006:

Medieval 2 (PC)

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Mein Favorit: Bestimmt habe ich mittlerweile weit über 1.000 Stunden mit der Total-War-Serie zugebracht, angefangen bei Shogun. Bei soviel Übung ist es kein Wunder, dass ich die Kampf-KI von Medieval 2 zum Frühstück wegputze. Aber es ist schade! Und mit wenigen Änderungen könnte man sie soviel besser machen (ein ganz klein wenig hat schon Patch 1.1 gebracht), besonders bei den Belagerungen. Wenn man gegen einen drückend überlegenen Angreifer gewinnt, weil der es einfach nicht schafft, seine Trupps koordiniert durch die engen Straßen zu schicken, freut man sich die ersten zwei Male, danach ärgert man sich. Auch die strategische KI hat ihre Schwächen: Erben sind in Feindesland gerne mit Kleinstarmeen unterwegs, große Armeebrocken hingegen haben oft gar keinen Anführer. Und die Diplomatie kann „kippen“, sodass keiner mehr etwas wissen will von einem (selbst wenn man nie wortbrüchig war). Die letzte Stadt der Venezianer ist in Reichweite meiner Riesenarmee, ich schlage von mir aus einen Waffenstillstand nebst großem Geldgeschenk vor? Kümmert die Venezianer nicht, sie gehen lieber unter!

Dass ich trotzdem im November und Dezember Medieval 2 viel Zeit gewidmet habe, hat einen Grund: Bei allen Schwächen gibt es kein vergleichbar ambitioniertes (und unter dem Strich spielbares) Strategie-Epos zurzeit. Es kommt immer wieder zu nervenkitzelnden Situationen, die aus den Spielregeln heraus entstehen, anstatt geskriptet zu sein. Ein Beispiel: Meine armen Franzosen sind exkommuniziert, überall lauern katholische Feinde, da stirbt im selben Jahr sowohl der Papst als auch der Anführer meiner britischen Todfeinde (ich habe ihn ermordet, im Auftrag eines seiner Erben). Der Kirchenbann wird aufgehoben, die Briten sind plötzlich meine Freunde, mit Geldgeschenken bringe ich Dänemark und Spanien zurück an den Verhandlungstisch. Und plötzlich ist alles wieder offen! Auch wenn ich Medieval 2 viel zu leicht finde (aber das mag am jahrelangen Training liegen): Manche Partien entwickeln eine derartige Eigendynamik, das es trotzdem riesigen Spaß macht. Außerdem hoffe ich auf den Modder Darth Vader (siehe oben)…

Auch noch gespielt: Das Rollenspiel Neverwinter Nights 2. Für mich als alten Baldur’s-Gate-Fan ist das einfach die Rückkehr in alte Zeiten. Das Spiel selbst ist gar nicht so schwer, ich finde die meisten Aufträge sogar zu leicht. Aber darum geht es hier doch gar nicht, sondern ums mörderkomplexe Aufleveln der Charaktere nach den AD&D-Regeln. Letztere werden immer offen gelegt (bis hin zur Anzeige von Würfelergebnissen bei Skill-Checks und Co.), nerven aber nie. Und dann gibt es die teils zum Brüllen komischen Gespräche meiner Mitstreiter untereinander. Und eine richtig spannende Story. Bin erst zu etwa 50 Prozent durch, aber ich bleibe am Ball, äh, Morgenstern.

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Dezember 2006:

Zelda - Twilight Princess (Wii)

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Mein Favorit: Da ich auf joergspielt.de schon einiges zum neuesten Zelda geschrieben habe (und zwar im Artikel zur Wii hier), möchte ich nur nochmal betonen: Ich habe überhaupt nichts gegen eine klar erkennbare Spielmechanik (siehe auch Neverwinter Nights 2), wenn sie gut und motivierend umgesetzt ist. Bei Zelda - The Twilight Princess bedeutet das, immer dieselben Rituale zu befolgen, also A vor B zu erledigen und dann zu C überzugehen, bevor man D bekommt ­– und das Prinzip in einer neuen Region von vorne beginnt. Aber wenn es so toll funktioniert, die Levels und Gegnertypen so abwechslungsreich sind, jeder gefundene Gegenstand mindestens zwei Anwendungsmöglichkeiten erlaubt (und zumeist ganz neue Bereiche zugänglich macht oder Abkürzungen ermöglicht) et cetera pp, dann erhebt sich aus der klar erkennbaren Regelmechanik ein Spielerlebnis, das weit größer ist als die Summe seiner Teile. Für Zelda Twilight Princess lohnt es sich meiner Meinung nach, eine Wii zu kaufen (oder, für Sparsame: einen Gamecube, die Versionen sind weitgehend identisch).

Auch noch gespielt: Wii Sports, Red Steel (Wii), Rayman Raving Rabbids (Wii), einige Classic Games aus dem Wii-Shop (Virtual Games Console) – herrje, eine neue Konsole ist halt einfach spannend!

 

Soweit zu meinem subjektiven, unvollständigen Spiele-Rückblick für das Jahr 2006! Postet doch einfach an die zugehörige News Eure persönlichen Spiele-Highlights 2006!
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Artikel (c) Jörg Langer, 2006

 

Hier geht’s zum 2007er Top-Spiele-Artikel.