GC 2007: Microsoft SideWinder Mouse - Ersteindruck
Überraschend hatte am Mittwoch Microsoft die Wiederbelebung der legendären SideWinder-Serie verkündet und die neue SideWinder Mouse vorgestellt. Überraschender war allerdings, dass am Microsoft Stand bereits alle PC-Terminals mit dem neuen Eingabegerät ausgestattet waren. Die perfekte Gelegenheit also um einen Blick auf die kleine Schwarze zu werfen.
Die grundlegenden technischen Details sind schnell erzählt: Die Maus bestitzt sechs Tasten, davon sind fünf Stück frei programmierbar. Drei davon befinden sich auf der linken Seite. Sie kann um bis zu 30g mit mitgelieferten Gewichten beschwert werden und für die Füße stehen drei verschiedene Versionen zur Verfügung. Als Krönung der vorbildlichen Verarbeitung sind das Mausrad und zwei der Tasten aus Metall. Auf dem Mausrücken befinden sich noch vier weitere Knöpfe. Drei davon stellen die Auflösung auf entweder 400, 800 oder 2000dpi um. Die eingestellte Auflösung wird auch auf einem kleinen LCD-Bildschirm, dass sich an der Seite hinter den zwei Metalltasten befindet, dargestellt. Der hintere Knopf ruft unter Windows Vista den Spiele-Explorer auf und hat sonst keine weitere Funktion.
Auf den ersten Blick wirkt die Maus sehr ungewohnt und unförmig aber hält man sie erst einmal in der Hand, fühlt sie sich sehr gut an. Gleichzeitig fällt aber auch der erste Negativpunkt auf: Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen, bei denen sich der Daumen die meiste Zeit in einer geschwungenen Kuhle aufhielt, ruht er hier zwangsweise auf den beiden zusätzlichen Tasten. Diese benötigen zwar einen größeren Druck um ausgelöst zu werden aber dennoch könnte dies bei längerer Benutzung unangenehm werden. Die sechste Taste ist auch eher ungünstig in der vorderen Einbuchtung untergebracht. Um sie zu erreichen muss der Daumen über die beiden Metalltasten hinwegbewegt und eingeknickt werden. Bei der Benutzung war dies für mich keine wirklich angenehme Lösung.
Sehr positiv ist hingegen das Mausrad hervorzuheben. Dieses ist im Vergleich zu anderen Mäusen nicht nur wesentlich breiter sondern auch vollständig flach. Dies macht es sehr viel angenehmer den Mittelfinger darauf abzulegen als es bei den gängigen, runden Mausrädern. Auch das Problem, mit dem die Mäuse der Intelli-Serie bis zu letzt zu kämpfen hatten, wurde mit der SideWinder Mouse besser gelöst: Der Widerstand beim scrollen ist nun wesentlich höher und damit jeder Sprung deutlich spürbar ohne dabei schwergängig zu sein.
Alles in allem scheint die SideWinder Mouse eine gelungene Rückkehr der alten Marke zu sein. Ob sich der Ersteindruck auch im Langzeittest bestätigen kann, wird sich ab Oktober zeigen. Ab dann steht die neue Maus für stattliche 69,99€ im Laden.
- Sicarius
Weißt du was über das neue Kabelmanagment? Angeblich soll man damit besser mit der Maus auf einem Tisch arbeiten können.
Ich habe dazu nichts geschrieben, da ich es noch nicht richtig verstanden habe.
Die Box in der auch die Gewichte aufgehoben werden, beinhaltet anscheinend ein oder zwei Rädchen über die das Kabel geführt wird. Wenn ich das richtig verstehe, soll so der Zug von der Maus genommen werden und das beworbene “Wireless but Wired”-Feeling erreicht werden. Wie das natürlich in der Praxis wirklich funktioniert wird die Zukunft zeigen.
Interessiert zwar wahrscheinlich keinen mehr aber ich habe die Maus seit gestern im Dauerbetrieb. Das “Kabelmanagment” funktioniert so:
Bei der Maus ist ein extra Kästchen dabei, in dem die zusätzlichen Gewichte und Füße aufgehoben werden. An der Front fädelt man nun das Mauskabel durch und obwohl es weiterhin mit etwas Kraft beweglich ist, kann das Kabel durch den normalen Zug nicht mehr die Maus vom Tisch ziehen. Soviel zur Theorie. In der Praxis ging mir das ziemlich auf den Geist, da die Maus ständig in Bewegung ist und so die Länge des Kabels ständig variiert, stört es massiv, da entweder zuviel oder zu wenig Kabel bereitliegt.
Anders als beschrieben, ist die Taste in der vorderen Kuhle übrigens keine weitere Taste sondern die Macrotaste. Damit startet man also die Macroaufnahme und wohl auch die Ausführung eines Macros. Es sind also doch nur 5 normale Tasten.
Der Daumen ruht in einer Einkerbung hinter den beiden Zusatztasten und liegt dort auch äußerst bequem.
*schleichwerbung* Ich werde mich in 2-4 Wochen wohl mal hinsetzen und ein Review für meine Seite tippen. Bis dahin sollte ich einen guten Eindruck in allen Lebenslagen von dem kleinen Nager erhalten haben.