Bald: Jubiläum der Stunde der Kritiker

1. November 2011

sdk_battlefield3_titelHallo allerseits, und hoffentlich habt ihr Halloween gut überstanden. Mir ist gerade beim Veröffentlichen der Stunde der Kritiker auf GamersGlobal.de aufgefallen, dass die Serie, die hier auf joergspielt.de Ende 2008 mit Fallout 3 begann, demnächst ihr 25. Jubiläum feiern wird. Und zwar in etwa zwei Wochen, wenn sich Heinrich Lenhardt und meine Wenigkeit Skyrim vornehmen werden…

Einstweilen könnt ihr die neuste, 24. Folge der Stunde der Kritiker begutachten. Sie ist zu Battlefield 3 und spart sich weitgehend doofe Origin-Witze.

Relaunch in 3… 2… 1…

8. Juli 2011

vorschau_relaunch

Tja, alle guten Vorsätze, auf joergspielt.de mehr zu schreiben, sind schon wieder dahin. Meine Entschuldigung im Juni: Die E3 nebst Nachbearbeitungsstress. Meine Entschuldigung im Juli: Endphase des GamersGlobal-Relaunches. Wir haben ja schon vor zwei Monaten unser Layout deutlich aufgehübscht, vor allem die Startseite und die Artikel, aber auch Dinge wie die Online-Hilfe eingebaut und insgesamt die Zugänglichkeit erhöht.

Morgen (Samstag, 9.7.) geht es nun ans Eingemachte: Das seit unserem Launch am 15.9.2009 im wesentlichen unveränderte Mitmach-Rangsystem wird komplett über den Haufen geworfen. Und das kam so:

Wir wollten im Kreis der GG-Redakteure schon länger unsere Rangstufen überarbeiten, an zahlreichen Details feilen und so weiter, aber plötzlich ereilte mich eines abends die Erkenntnis: Das ganze GG-Rangsystem ist einfach schon seit dem Launch in einer dauernden Schieflage. Nicht, dass nicht funktionieren würde, was wir bei GamersGlobal machen: Die Site erfreut sich wachsender Beliebtheit, und es gibt Monate, in denen Geld übrigbleibt — obwohl wir mittlerweile ein nettes Büro haben und auch den ersten festangestellten Mitarbeiter. Aber generell leidet unser Mitmach-System darunter, dass immer das Schreiben von News durch User im Fokus stand. So fingen Jan Tomaszewski und ich 2007 an (mit gamersglobal.com), so war, nur wesentlich komplexer, die Beta-Version von GamersGlobal.de. Aber es ging immer darum, Usern schrittweise und über Rangstufen-Anstiege, die ihnen weitere Rechte einräumten, das Schreiben von News und später Artikeln beizubringen. Selbst Rechte wie Videos veröffentlichen oder Screenshots hochladen, die mit dem Schreiben wenig bis nichts zu tun haben, wurden erst hochstufigen Usern zuteil, die schon zig News veröffentlicht hatten.

Zum offiziellen Launch vor ziemlich genau 22 Monaten haben wir dann Spezial-Karrieren eingeführt, für Video-User, für Datenbank-Befüller und für Leute, die lieber längere Artikel schreiben als kleine News. Aber es zwar wie “dazu gezwungen”: Man musste trotzdem erstmal auf Rang 7 der Redaktionskarriere klettern, dann in unserer internen Währung “GG Gulden” dafür bezahlen, und schließlich auch noch hinnehmen, “nie wieder” in die Redaktionskarriere zurückwechseln zu dürfen (was dann später wiederum gelockert wurde, aber nur gegen eine hohe “Strafzahlung”): Zwang, Strafe, Unflexibilität, Redaktionskarriere als einzig Wahres — das ist bis heute, Freitagnachmittag, 8.7.2011, die Realität. Unser EXP-reichster User hängt z.B. seit mindestens einem Jahr auf Rang 12 fest, weil er sich weigert, Artikel zu schreiben — obwohl er ständig super News schreibt und auch die Datenbank befüllt wie kein zweiter. Erstaunlich, dass wir dennoch so viele Mitmach-User haben, und so treue.

Ab morgen aber wird alles besser (bilde ich mir ein): Statt registrierten Usern schon nach kurzem sinngemäß zu sagen “Du schreibst keine News? Dann bleib für ewig auf Rang 5, Patsch!” oder “Du willst Videos veröffentlichen? Dann schreibe News, News, News, News, News, Patsch!”, trennen wir nun die Mitmach-Rechte von den Rangstufen. Und zwar so:

Jeder registrierte User hat einen Rang von 1 bis 30. Mit wenigen Ausnahmen, die erst auf Stufe 20 beginnen, gibt es außer EXP keine weiteren Vorbedingungen für den Rangaufstieg, also weder veröffentlichte News noch hinterlegte Echtwelt-Adresse noch veröffentlichte Artikel. Und da es für so ziemlich alles auf GamersGlobal Erfahrungspunkte gibt, also auch fürs Ausfüllen des Profils, Kommentare oder Forumsbeiträge, können fortan auch solche User immer weiter aufsteigen, die schlicht keine Lust oder Zeit haben, auch nur eine News zu schreiben. Dennoch bringt jeder neue Rang mindestens eine Belohnung mit sich, ob es (zu Beginn) die Teilnahme an Gewinnspielen ist oder (sehr spät) ein kostenloses Dauer-Abo.

Die Mitmach-Rechte haben wir hingegen in vier Talentklassen geschoben, die man sich wie in einem Rollenspiel freischalten muss. Und wie bei AD&D gibt es auch Dual- und Multiklassen. Wer einen entsprechend hohen Rang hat, darf zum Beispiel ein Schreiber-Archivar-Cutter sein (in jeweils unterschiedlichen Talentstufen) und beispielsweise sowohl News freigeben als auch Videos hochladen und neue Steckbriefe anlegen. Das “schrittweise Lernen” ist über die je 10 Talentstufen pro Talentklasse immer noch enthalten: Nur wer bewiesen hat, dass er News in guter Qualität schreiben kann, darf an die News anderer User dran. Und so weiter.

Wir führen außerdem ein News-Vorschlagswesen ein, bei dem auch Leute, die keinen Satz ohne Rechtschreibfehler hinbekommen, an der Newsproduktion teilnehmen können. Wir haben ein Profil, das eher an den Charakterscreen eines Online-MMOs erinnert als an unseren bisherigen drögen Excel-Look. Und das Profil dient als Schaltzentrale für so ziemlich alle Funktionen, die einem GG-User zur Verfügung stehen (und das sind mittlerweile ziemlich viele).

Ach ja, dann haben wir noch eine fünfte Talentklasse, den “Jäger”. Das ist eine reine Just-for-Fun-Geschichte, bei der man Erfolge sammeln muss. Erfolge haben wir von den Achievements der Xbox 360 beziehungsweise den Tropähen der PS3 abgekupfert und auf unsere Website übertragen. Man bekommt sie für diverse Tätigkeiten, teils Fleißaufgaben, teils ziemlich hirnrissiges Zeug, teils für Konstruktives, teils für Seltsames. Sie werden direkt nach dem — durchaus unbeabsichtigten — Freischalten angezeigt, und zwar jedem registrierten User, und dann im Profil verewigt. Wer nun aber die Jägerklasse wählt und dort Talentstufen erwirbt, erhält Statistiken und weitere Hinweise auf noch nicht entdeckte Erfolge, und kann aus diesem kleinen Gimmick eine Art Spiel machen.

Morgen früh gegen 9 sollte die Umstellung erfolgt sein — und viele weitere Infos (etwas weniger salopp formuliert wie hier) findet ihr unter diesem Link. Übrigens: Der Screenshot oben ist zwar nicht auf dem neuesten Stand und auch nur ein kleiner Ausschnitt — aber er zeigt erstmals das neue Profil, exklusiv auf  joergspielt.de zu finden :-)

Ach, so viele Top-Spiele zurzeit

22. Mai 2011

Tja, wie soll ich hier meine privaten Gedanken posten, wenn wir bei GamersGlobal rund um die Uhr Top-Spiele testen müssen? Wenn wir nicht gerade ein neues Artikel-Layout einführen, das ich für das Schönste im Spielebereich halte? Darum einfach mal einige aktuelle Werke meiner Kollegen und mir, auf die ich mit einigem Stolz verweise:

Witcher 2 Special mit großem Test, Guide, Auspack-Video, Report zur Spielwelt und Testvideo

Stunde der Kritiker zu Witcher 2 (wie immer mit Heinrich Lenhardt)

Großer Test zu L.A. Noire — dem wir anscheinend in Deutschland die niedrigste Wertung gegeben haben

Test zu Brink — dem wir anscheinend in Deutschland die höchste Wertung gegeben haben.

Interview mit Björn Pankratz zu Risen 2 — in zwei Tagen können wir uns das Spiel in München genauer ansehen

Anfang Juni folgt bald die E3, danach wird’s endlich wieder etwas ruhiger. Sieht man mal von so Kleinigkeiten wie Duke Nukem Forever ab…

GamersGlobal interviewt Shigeru Miyamoto

22. April 2011

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Als ich gerade erst zwei, drei Jahre Chefredakteur von GameStar war, besuchte ich eine GDC in San José. Ich hatte mich mit Al Lowe zum Essen verabredet, bevor der mit einer Game-Designer-Band auftreten wollte, Al spielt Saxophon (wenn ich mich richtig erinnere). Wir trafen uns bei einer abendlichen Keynote, die Shigeru Miyamoto hielt. Der war danach für Journalisten noch für ein kurzes Händeschütteln zugänglich. Auf Al Lowes Bitte stellte ich ihn Miyamoto vor, Al bekam seine zwei Minuten mit dem Meister (Miyamoto hatte allerdings noch nie von Leisure Suit Larry und Co. gehört), und war danach, ich darf das nach all den Jahren verraten, doch ziemlich aufgekratzt. Ein paar Tage später habe ich ihm dann auch noch ein Erinnerungsfoto zugeschickt.

Dabei war und ist Al Lowe selbst eine Berühmtheit und war für zahlreiche Nummer-1-Hits verantwortlich — dies nur als kleiner Hinweis darauf, welchen Stellenwert Miyamoto schon damals hatte. Dieser Stellenwert ist nicht kleiner geworden, und so schlotterten auch GamersGlobal-Korrespondent Anatol Locker ein ganz klein wenig die Knie, als er gestern in London die Hotelsuite betrat, in der er den Meister traf.

Hier geht’s zum Interview auf GamersGlobal

Portal 2: Wie kommt die orange Pampe in die Luft?

19. April 2011

portal2_-0005-5Wenn ihr euch fragt, wieso im obigen Screenshot diese Gel-Kugeln in der Luft schweben, wie sie da hinkommen und wozu das gut sein soll — dann spielt schleunigst Portal 2, oder lest zumindest meinen Testbericht auf GamersGlobal.de! Ende der Woche wird’s übrigens auch eine Stunde der Kritiker zu Portal 2 geben, in der Heinrich Lenhardt und ich dem Koop-Modus auf den Grund gehen. Und uns vermutlich hemmungslos blamieren werden…

Mein voraussichtliches Lieblingsspiel 2011

18. April 2011

Kein Witz, aber auf keinen anderen Titel freue ich mich mehr. Ich glaube, ich muss den Vorgänger noch mal rausholen bis dahin… Insoweit empfehle ich aus vollstem Herzen den Klick auf folgenden Link. Heute abend erscheint auf GamersGlobal auch noch ein Artikel zur ganzen Serie, und morgen ein Mod-Artikel zu Oblivion. Wer es noch nicht gemerkt haben sollte: Es geht mir um The Elder Scrolls 5: Skyrim — wieso kann es noch nicht November sein?

http://www.gamersglobal.de/angetestet/skyrim

Mein längster Artikel / Stunde der Kritiker

17. März 2011

stundederkritiker_dragonage2

Das ist der bislang längste Artikel, den ich bei GamersGlobal (und vermutlich auch sonst irgendwo, inklusive PC Player und GameStar) geschrieben habe: Auf 52.000 Zeichen bringt es der neunseitige Test zu Shogun 2, den ich fern jeglicher Kosten-Nutzen-Rechnung vorgestern abend veröffentlicht habe. Wieso? Weil ich alles halt mal genau schreiben wollte — und das Spiel auch sehr umfangreich ist. Und weil wir eine sehr hohe Wertung vergeben, obwohl Shogun 2 immer noch einige Erbsünden mit sich herumträgt.

Gestern online gegangen ist die neueste Folge meiner Zusammenarbeit mit Heinrich Lenhardt, die ja hier auf joergspielt.de begann: Unsere Stunde der Kritiker zu Dragon Age 2. Es ist eine der Folgen, wo Heinrich und ich nicht ganz einer Meinung sind. Wer mag: klick.

Total War total und ohne Ende…

11. März 2011

s1_damalsheute

Ich weiß ja nicht, was ihr so den lieben langen Tag macht. Bei mir sieht das seit Anfang der Woche so aus: Aufstehen, Total War, Mittagessen, Total War, Abendsnack, Total War, Ins Bett gehen — und wieder von vorne. Habe ich erwähnt, dass ich noch unter Jetlag-Einfluss stehe?

Wieso das alles: Shogun 2 ist im Anmarsch, und will getestet werden, außerdem wollte ich mal die ganzen bisherigen Total War-Spiele (ohne Konsolenableger) inklusive Addons zusammenfassend in einem Artikel beschreiben. Das ist mir gestern abend dann auch gelungen, das recht umfangreiche Ergebnis könnt ihr hier lesen.

Jörg spielt…

4. März 2011

silverbullet-helis

So, der letzte Tag der GDC bricht gleich an. Eigentlich wollte ich im örtlichen Brookstone (eine Ladenkette, die von Reise-Accessoires über Technik-Gimmicks bis zum Zigtausenddollar-Massagesessel alle möglichen Sachen führt) nur einen Schirm kaufen. Das habe ich auch getan, er kann sich teilweise selbst wieder zusammenfalten, Wahnsinn.

Doch bei der Gelegenheit habe ich mich daran erinnert, dass mich am Samstagabend in Deutschland ja meine beiden Kinder sehnsuchtsvoll erwarten werden. Sehnsuchtsvoll nicht etwa wegen mir, wohlgemerkt, sondern weil sie GESCHENKE erwarten. Was also lag näher, als nach halbstündigem Testflug meinerseits den beiden einen der oben abgebildeten Silver Bullet-Indoor-Helikoter zu schenken? Die Dinger sind genial: Durch zwei gegenläufig rotierende Rotoren und weiterem stabilisierendem Plastik kann man die tatsächlich halbwegs kontrolliert in der Luft halten und mehrere Minuten lang herumfliegen lassen. Selbstverständlich ist das zu schwer für zumindest meine jüngere Tochter (5 Jahre), aber das ist ja gerade mein Kalkül: Auf diese Weise muss ich ihr dann helfen, und darf mit diesem faszinierenden Stück Spielzeugtechnik hantieren! Zum Glück surfen die beiden noch nicht im Internet, sodass ich gefahrlos über dieses wahrhaft selbstlose Geschenk schreiben kann.

Die Chinese Connection

1. März 2011

complimentarycoffee

Wegen der GDC, die am Mittwoch so richtig beginnt, bin ich gerade in San Francisco, wo ich heute morgen schon mit dem Kollegen Roland Austinat viel Spaß in der Warteschlange der Press Registration hatte. Seit zwei Jahren ist der Pressebereich nämlich nicht in einem großen Saal im oberen Stockwerk der West Hall untergebracht, sondern in einem kleinen Kellerraum der North Hall, der gefühlt kleiner als mein Hotelzimmer ist. Die Zahl der Akkreditierungsstationen wurde folgerichtig auch halbiert, wodurch sich die Schlange der wartenden Kollegen einmal halb um den Raum wand. Außen herum, wohlgemerkt, und innen dann in Schlangenform weiter.

Weil ich es mir auch in der Fremde nicht nehmen lasse, Artikel auf GamersGlobal gegenzulesen — etwa unsere aktuellen Angetestet-Artikel zu Brian Fargos neuem Spiel Hunted oder dem Bethesda-Shooter Brink — bin ich nach einem eher müden Vortrag über die Lokalisation von Guild Wars 2 in gefühlt 99 Sprachen mittags ins Hotel zurückgekehrt, um etwas zu arbeiten. Dabei machte ich Bekanntschaft mit dem chinesischen Zimmer-”Mädchen” Mee, einer rüstigen Frau aus Hongkong, die schon seit vielen Jahren in den USA lebt. Da ich erst am Freitag unser chinesisches Au-Pair Huihui zum Flughafen gebracht habe — nach einem Jahr ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt –, hatten wir ein Gesprächsthema, während Mee im Hintergrund herumwurstelte und Dinge sagte wie “Ah, du magst offenbar den Regular Coffee”. Da ich hier im Hotel ein zimmergewordenes Fußballfeld bewohne (nicht, weil ich Krösus wäre, die Dame am Empfang war einfach nett und hat mich upgegradet), fiel die Verständigung teilweise etwas schwer, so auf die Entfernung, aber ich weiß jetzt unter anderem, wie viele Kinder Mee hat (vier) und welche davon Kantonesisch und Englisch sprechen (die ersten drei, alle schon erwachsen, mit dem vierten hat der Onkel, der tagsüber auf es aufpasst, immer nur Englisch geredet). Vorhin klopfte es noch mal: Mee hatte eine große Tüte in der Hand, um meine Vorräte an Complimentary Coffee kräftig aufzustocken, siehe Foto.

Die “Chinese Connection” zahlt sich also für mich bereits ganz praktisch aus, und das ist sicher erst der Anfang: Während ihr alle unsere zukünftigen Herren nur durch stumme Ergebenheit beeindrucken können werdet, kann ich schon Ni-hao und Wan-an und Hai-köi sagen und bekomme deswegen bestimmt irgendwann mal eine Extrakelle Dünnebrotsuppe in der Inländer-Betriebskantine einer chinesischen Nippes-Manufaktur in München. Ätschebätsch!